Schulen Wittenbach

Schulverlegungswochen

Die Schulverlegungswoche ist ein fester Bestandteil in unsere

m Kalender. Die Lager dienen der Förderung des sozialen Verhaltens und des Klassengeistes. Diese Woche beinhaltet neben schulischen Aspekten auch Exkursionen, um die Gegend besser kennen zu lernen. Für die Verpflegung und Organisation ist die ganze Klasse gemeinsam verantwortlich.

Bericht der Lager 2010

Yverdon, Locarno, Willisau, Davos und Sent waren die Ziele der diesjährigen Landschulwochen unserer ältesten Schüler- und Schülerinnen. Somit waren alle vier Nationalsprachen der Schweiz vertreten und ermöglichte einen kleinen Einblick in eine andere Kultur und Lebensweise.

Ziel in jedem Lager war das Kennen lernen der Regionen durch Wanderausflüge, wie z.B. den Nationalpark des Engadins, die Asphalt- und Silberminen in Yverdon und S-charl und das Goldwaschen in Hergiswil. Das Besuchen von Institutionen wie z.B. das Paraplegikerzentrum in Nottwil, das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut in Davos und ein Wasserkraftwerk in Locarno sowie sportliche Aktivitäten waren auch Teil des Programms. Dazu gehörten alpines Velofahren auf den Napf, Besuch im Seilpark Sur-En, die Kletterwand in Davos sowie etliche Stunden auf Sportplätzen um vor allem einem wohlbekannten Ballspiel zu frönen. Begegnungen und Austausch mit französisch sprechenden Klassen gleichen Alters bedeuteten ein spezielles Highlight für die S3b in Yverdon und beantworteten gleichzeitig die Frage: „Warum lerne ich eigentlich Französisch in der Schule? Das brauch ich doch nie….!“

Ebenfalls waren die Schüler und –innen zuständig für den Einkauf, das Kochen und den Haushalt. Da waren Selbständigkeit und Hilfsbereitschaft sehr gefragt. Obwohl es für viele ungewohnt war, nach dem Tagesprogramm noch in der Küche zu stehen, waren die Zuverlässigkeit und Hilfestellungen gut. Immer wieder wurde gefragt: „Wer kocht heute?“ „Was gibt’s zum Znacht?“ „Die Chäshörnli vom Montag waren mega fein!“ Da dürfen wir allen Klassen ein grosses Kompliment aussprechen. Das Essen kam praktisch immer pünktlich auf den Tisch und schmeckte auch ausgezeichnet. Das intensive Zusammenleben machte Spass, forderte aber gleichzeitig eine grosse Toleranz und Akzeptanz von allen Beteiligten. Auseinandersetzungen und Konfrontationen verschiedenster Art geschehen auch während der Landschulwoche; diese auszudiskutieren und zu lösen geschah durch das enge Zusammenleben oft auf ganz natürliche Weise. Dem Klassengeist ist eine solche Spezialwoche jedenfalls sehr zuträglich. Auch für die Lehrkräfte ist es wertvoll, die Schüler und –innen von einer anderen Seite kennen zu lernen, und dies gilt ebenso in umgekehrter Richtung.

Noch ein Wort zum Wandern! Die Jugendlichen wandern mehrheitlich nicht gerne, daher besteht eine Lagerwoche nicht aus fünf Tageswanderungen sondern es wird ein ausgewogenes Programm angeboten. Auch dann fällt es einigen Kindern noch sehr schwer, sich auf die Natur einzulassen, sie einfach zu bewundern oder den Ausblick nach getaner Ersteigung zu geniessen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Die Hektik unserer Zeit lässt grüssen! Es ist nicht selbstverständlich, dass solche Schulverlegungen stattfinden. Ein Mehraufwand seitens der Schule und Lehrkräften ist dafür nötig. Mit einer interessierten und motivierten Schülerschaft kehrt der Dank an die Organisatoren zurück. Gerne danke ich an dieser Stelle den Klassenlehrkräften und ihren Begleitern, die diese Woche möglich gemacht haben.

OZ Grünau
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